§ 1922 BGB – Gesamtrechtsnachfolge

(1) Mit dem Tode einer Person (Erbfall) geht deren Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere andere Personen (Erben) über.

(2) Auf den Anteil eines Miterben (Erbteil) finden die sich auf die Erbschaft beziehenden Vorschriften Anwendung.

 

Erklärung:

In § 1922 Abs. 1 BGB ist die Gesamtrechtsnachfolge geregelt. Diese wird auch als Universalsukzession bezeichnet. Gemeint ist damit, dass im Erbfall (dem Tode des Erblassers = die Person, die vererbt) das Vermögen des Erblassers als Ganzes auf seinen Erben / seine Erben übergeht. Es wird dabei also nicht zwischen verschiedenen Rechten auf bestimmte Dinge (z.B. Eigentumsrechte) oder Pflichten (Schulden, Verbindlichkeiten) unterschieden. Der oder die Erben erben alles in einem.

In § 1922 Abs. 2 BGB wird bezüglich der Rechte für Miterben (also Personen, die nur einen bestimmten Teil erben) auf die weiteren erbrechtlichen Vorschriften des BGB verwiesen.

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