Annahme der Erbschaft

Die Annahme der Erbschaft ist in § 1943 BGB geregelt.

Der Erbe kann die Erschaft direkt annehmen (dies ist auch formlos möglich oder durch schlüssiges Verhalten). Tut er dies nicht, hat er nach Kenntnis eine Frist von 6 Wochen um die Erbschaft auszuschlagen. Schlägt er die Erbschaft nicht innerhalb dieser Frist aus, gilt sie als angenommen. Möglich wäre dann nur noch eine Anfechtung der Annahme.

Ein spezieller Fall ist der Irrtum über den Berufungsgrund (§ 1949 BGB). Weiterhin ist wichtig, wie der Erbe berufen ist. Gemäß § 1948 Abs. 1 BGB kann der durch Verfügung von Todes wegen berufene Erbe die Erbschaft ausschlagen, wenn er auch als gesetzlicher Erbe berufen ist, und dann die Erbschaft als gesetzlicher Erbe annehmen. Gemäß § 1948 Abs. 2 BGB kann der durch Testament und Erbvertrag berufene Erbe zwischen beiden Berufungsgründen einen Grund wählen und dann annehmen.

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