Auflage

Als Auflage wird im Erbrecht eine Bestimmung bezeichnet, die der Erblasser in einer letztwilligen Verfügung (also in einem Testament oder in einem Erbvertrag) einem Erben auferlegt.

Inhaltlich ist dabei jede rechtlich zulässige Handlung möglich. Dies kann ein Tun oder auch ein Unterlassen beinhalten. Häufig verlangte Handlungen sind die Pflege des Grabes oder die Ausrichtung einer Trauerfeier. Bei einem Unterlassen kommt z.B. ein Verfügungsverbot über einen bestimmten Gegenstand aus dem Nachlass in Frage.

Gesetzlich geregelt ist die Auflage in § 1940 BGB. Dort heisst es:

„Der Erblasser kann durch Testament den Erben oder einen Vermächtnisnehmer zu einer Leistung verpflichten, ohne einem anderen ein Recht auf die Leistung zuzuwenden (Auflage).“

Im Gegensatz zum Vermächtnis wird bei der Auflage vom Beschwerten keine Zuwendung einer Leistung an einen Dritten verlangt.

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