Auseinandersetzungsverbot

Das Auseinandersetzungsverbot bezeichnet im Erbrecht das Recht des Erblassers es seinen Erben zu untersagen entweder den gesamten Nachlass oder einzelne Gegenstände des Nachlasses durch Auseinandersetzung herauszuverlangen. Die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft wird untersagt, welche normalerweise das gemeinschaftliche Vermögen durch Vertrag unter den einzelnen Miterben aufteilt und sich als Ziel am Ende auflöst.

Der sogenannte Ausschluss der Auseinandersetzung ist in § 2044 BGB geregelt. Dort heisst es:

„Der Erblasser kann durch letztwillige Verfügung die Auseinandersetzung in Ansehung des Nachlasses oder einzelner Nachlassgegenstände ausschließen oder von der Einhaltung einer Kündigungsfrist abhängig machen.“

Durch das Auseinandersetzungsverbot wird der einzelne Erbe davor geschützt, das andere Miterben die Auseinandersetzung verlangen. Einvernehmlich können sich aber alle Miterben zusammen über dieses Verbot hinwegsetzen und gemeinsam den Nachlass oder einzelne Nachlassgegenstände aufteilen, da das Auseinandersetzungsverbot nur schuldrechtliche Wirkung entfaltet.

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