Ausgleichungsbestimmung

Hat ein Abkömmling zu Lebzeiten des Erblassers von diesem eine Ausstattung erhalten (also Vermögenswerte, die das Kind im Hinblick auf dessen Verheiratung oder zur Erlangung einer selbstständigen Lebensstellung erhält, § 1624 BGB), ist diese bei Eintritt des Erbfalls unter den anderen Abkömmlingen zur Ausgleichung zu bringen. Dem Erblasser steht es frei, auf diese Ausgleichungsbestimmung zu verzichten, § 2050 Abs. 1 BGB.

Zuschüsse, die als Einkünfte verwendet werden sollten sowie Aufwendungen für die Berufsbildung, wenn diese die Vermögensverhältnisse des Erblassers überstiegen, müssen unter den Abkömmlingen ebenfalls ausgeglichen werden, § 2050 Abs. 2 BGB.

Auch für sonstige Zuwendungen kann der Erblasser eine Ausgleichungsbestimmung anordnen, § 2050 Abs. 3 BGB.

Eine Ausgleichungsbestimmung dient der Gleichbehandlung der Abkömmlinge des Erblassers. Jeder Miterbe ist dazu verpflichtet, den übrigen Erben über erhaltene Zuwendungen Auskunft zu erteilen, § 2057 BGB. Bei der Auseinandersetzung wird jedem Erben der Wert der Zuwendung, die zur Ausgleichung gebracht werden muss, auf den Erbteil angerechnet, § 2055 BGB.

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