Entziehung des Pflichtteils

Der gesetzlich gewährte Pflichtteil (für Abkömmlinge, Eltern und Ehegatten geregelt in § 2303 BGB, für Lebenspartner geregelt in § 10 VI LPartG) kann nur unter sehr engen Grenzen dem Pflichtteilsberechtigtem entzogen werden.

Gemäß § 2336 BGB muss die Pflichtteilsentziehung durch Testament oder Erbvertrag erfolgen. Die genauen Gründe finden sich für die Entziehung des Pflichtteils der Abkömmlinge in § 2333 BGB.

Der Grund, der zur Entziehung des Pflichtteils führt, muss bei Errichtung des Testaments bzw. eines Ervertrages bestehen und in der letztwilligen Verfügung angegeben werden. Dieser Grund muss später von einem Gericht voll überprüfbar sein. Den Beweis dazu muss derjenige erbringen, der sich auf die Entziehung des Pflichtteils beruft. Die Entziehung des Pflichtteils kann durch Verzeihung bzw. Versöhnung, die vom Erblasser zu Lebzeiten zum Ausdruck gebracht wurde, erlöschen.

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