Erbfall

Der Erbfall bezeichnet den Zeitpunkt, in dem das Vermögen eines Verstorbenen (der Erblasser) auf seinen oder seine Erben übergeht. Das Gesetz definiert den Erbfall als den Zeitpunkt des Todes (§ 1922 Abs. 1 BGB).

Schwierigkeiten können sich ergeben, wenn mehrere Personen, z.B. durch einen zeitgleichen Unfall, versterben. Dann kann es für die Erbfolge wichtig sein zu klären, wer vor wem gestorben ist, da ein früheres Versterben eines bestimmten Unfallbeteiligten möglicherweise andere Personen zu Erben macht. Wenn nicht mehr genau festgestellt werden kann, welche Person früher gestorben ist, greifen gesetzliche Vermutungen, so genannte Kommorientenvermutungen (aus dem Lateinischen: „commorior“, also „zugleich sterben“).

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