Erbrecht

Das Erbrecht ist das subjektive Grundrecht jedes Einzelnen, Verfügungen über sein Eigentum oder andere Rechte für die Zeit nach dem Tode zu treffen.

In Deutschland ist das Erbrecht durch Art. 14 I GG garantiert und geschützt. Einfach gesagt, hat jede Person das grundrechtlich geschützte Recht, sein Hab und Gut nach seinem Ableben an jemand anderen zu übertragen.

Im BGB findet man die Regelungen zum Erbrecht ab den §§ 1922 ff BGB. Eingeschränkt wird die komplette Freiheit des Vererbens durch gesetzliche Pflichtteile, also durch die Verpflichtung jemanden aus einer bestimmten Gruppe (Abkömmlinge, Eltern, Ehegatte § 2303 BGB) Erbtanteile überlassen zu müssen. Auch die Pflichtteilsregelung kann aber eingeschränkt werden, z.B. durch Erbunwürdigkeit des Pflichtteilsberechtigten.

Neben der gesetzlichen Erbfolge (die Reihenfolge der Erben, die vom Gesetz vorgegeben ist) kann der Erblasser (die Person, die ihr Eigentum vererbt) auch seine Erbschaft (auch Nachlass genannt) individuell regeln, z.B. durch einen Erbvertrag oder durch ein Testament.

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