Ersatzerbe, § 2096 ff. BGB

Der Erblasser kann für den Fall, dass ein Erbe vor oder nach dem Eintritt des Erbfalls wegfällt, eine andere Person als Erben einsetzen. Diese Person wird dann Ersatzerbe genannt, § 2096 BGB. Dies kann z.B dann der Fall sein, wenn der ursprüngliche Erbe die Erbschaft ausschlägt, erbunwürdig ist oder einfach vorher verstirbt.

Sind die Erben gegenseitig oder sind für einen von ihnen die übrigen als Ersatzerben eingesetzt, so ist im Zweifel anzunehmen, dass sie nach dem Verhältnis ihrer Erbteile als Ersatzerben eingesetzt sind. Sind die Erben gegenseitig als Ersatzerben eingesetzt, so gehen Erben, die auf einen gemeinschaftlichen Erbteil eingesetzt sind, im Zweifel als Ersatzerben für diesen Erbteil den anderen vor, § 2098 BGB.

Vom Ersatzerben ist der Nacherbe zu unterscheiden. Der Ersatzerbe erbt unter festgelegten Umständen das hinterlassene Vermögen direkt vom Erblasser. Der Nacherbe hingegen erbt das hinterlassene Vermögen erst vom ihm vorgeschaltetem Vorerben und damit nicht direkt vom Erblasser. Dem Nacherben ist also eine Person zwischengeschaltet.

Gemäß § 2102 BGB enthält die Einsetzung als Nacherbe im Zweifel auch die Einsetzung als Ersatzerbe.

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