gewillkürte Erbfolge

Im deutschen Erbrecht existieren zwei Arten der Erbfolge: Die gesetzliche und die gewillkürte Erbfolge.

Eine gewillkürte Erbfolge liegt vor, wenn der Erblasser eine letztwillige Verfügung (Testament, Erbvertrag) errichtet, § 1937 BGB. Dadurch wird die gesetzliche Erbfolge außer Kraft gesetzt. Die gewillkürte Erbfolge ist Ausfluss der Testierfreiheit.

Durch eine letztwillige Verfügung kann der Erblasser frei bestimmen, wer erben soll. Er kann also nicht nur Verwandte, sondern jede natürliche oder juristische Person (oder beispielsweise auch die Armen, § 2072 BGB) bedenken.

Seine Grenzen findet die gewillkürte Erbfolge in den Pflchtteilsansprüchen, § 2303 BGB. Abkömmlinge, Eltern und Ehegatten können somit im Regelfall auch durch die gewillkürte Erbfolge nicht völlig enterbt werden.

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