Hausstand

Unter einem Hausstand ist eine eingerichtete Wohnung zu verstehen, die den Lebensmittelpunkt einer Person bildet.

Der Erbe ist verpflichtet, Familienangehörigen des Erblassers, die zum Todeszeitpunkt zu dessen Hausstand gehört und von ihm Unterhalt bezogen haben, in den ersten 30 Tagen nach Eintritt des Erbfalls Unterhalt im selben Umfang zu leisten. Außerdem muss den Familienangehörigen die Benutzung der Wohnung und der Haushaltsgegenstände gestattet werden, § 1969 Abs. 1 BGB.

Diese Regelung, der so genannte „Dreißigste“, dient dem Schutz der nächsten Angehörigen des Erblassers. Mittels Verfügung von Todes wegen (Testament oder Erbvertrag) kann von diesem Grundsatz abgewichen werden.

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