Höchstpersönlichkeit

Die Höchstpersönlichkeit eines Rechtsgeschäfts besagt, dass dieses selbst vorgenommen werden muss. Eine Vertretung durch Dritte (§ 164 ff. BGB) ist daher nicht möglich. Die Errichtung eines Testaments stellt ein höchstpersönliches Rechtsgeschäft dar, § 2064 BGB. Auch ein Erbvertrag kann nur persönlich geschlossen werden, § 2274 BGB.

Während sich § 2064 BGB allein auf Testamente bezieht, konkretisiert § 2065 BGB die Höchstpersönlichkeit für sämtliche Verfügungen von Todes wegen (also auch für Erbverträge).

So ist es dem Erblasser nicht gestattet, eine letztwillige Verfügung auf eine Weise zu treffen, dass ein anderer zu bestimmen hat, ob sie gelten oder nicht gelten soll, § 2065 Abs. 1 BGB.

Darüber hinaus kann der Erblasser die Bestimmung der Person, die eine Zuwendung erhalten soll, sowie die Bestimmung des Gegenstandes der Zuwendung nicht einem Dritten überlassen, § 2065 BGB.

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