Kauf eines Erbteils

Miterben sind dazu berechtigt, ihren Erbteil ganz oder teilweise zu übertragen (Verkauf des Erbteils). Dies ermöglicht – auch familienfremden – Dritten den Kauf eines Erbteils.

Erwirbt ein Dritter einen Erbteil, wird er mit allen damit einhergehenden Rechten und Pflichten Teil der Erbengemeinschaft. Der Erwerber tritt an die Stelle des ursprünglichen Erben und kann über seinen Erbteil frei verfügen. Im Gegenzug haftet er wie die anderen Miterben für Nachlassverbindlichkeiten

Durch den Kauf eines Erbteils wird gegebenenfalls der letzte Wille des Erblassers übergangen. Um die Miterben nicht gänzlich schutzlos zu stellen, wird diesen ein Vorkaufsrecht für den Erbteil eingeräumt, §§ 2034, 2035 BGB. Dieses Vorkaufsrecht muss innerhalb von zwei Monaten ausgeübt werden.

Der Kauf eines Erbteils muss notariell beglaubigt werden, § 2033 Abs. 1 BGB.

zurück zum Wörterbuch