Öffentliches Testament

Ein öffentliches Testament muss bei einem Notar errichtet werden. Die Errichtung kann auf zwei Wegen erfolgen: Der letzte Wille kann dem Notar zur Niederschrift erklärt oder als bereits verfasste schriftliche Erklärung hinterlegt werden, § 2232 BGB.

Eine schriftliche Erklärung kann dem Notar entweder offen oder verschlossen übergeben werden. Eine Ausnahme liegt vor, wenn der Testierende minderjährig ist. In diesem Fall darf keine verschlossene Erklärung übergeben werden, 2232 Abs. 1 BGB.

Anders als beim eigenhändigen Testament muss eine schriftliche Erklärung bei einem öffentlichen Testament nicht vom Testierenden selbst geschrieben worden sein.

Der Vorteil eines öffentlichen Testaments liegt darin, dass der Notar dazu verpflichtet ist, den Testierenden zu beraten und über die Tragweite des Testaments zu belehren.

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