Testamentsvollstrecker

Der Testamentsvollstrecker hat die letztwilligen Verfügungen des Erblassers zur Ausführung zu bringen, § 2203 BGB.

Der Erblasser kann einen oder mehrere Testamentsvollstrecker ernennen. Die Bestimmung des Testamentsvollstreckers erfolgt im Regelfall durch Testament, § 2197 BGB. Der Testamentsvollstrecker kann jedoch auch von einem vom Erblasser ermächtigten Dritten (§ 2198 Abs. 1 BGB) oder vom Nachlassgericht (§ 2200 Abs. 1 BGB) bestimmt werden.

Von den Tätigkeiten des Testamentsvollstreckers umfasst sind beispielsweise die Auseinandersetzung des Nachlasses unter den Miterben (§ 2204 BGB) sowie die Verwaltung des Nachlasses (§ 2205 BGB).

Der Testamentsvollstrecker darf Verbindlichkeiten eingehen, wenn dies für die ordnungsgemäße Verwaltung des Nachlasses erforderlich ist, § 2206 Abs. 1 BGB. Er ist nur unter engen Voraussetzungen zu unentgeltlichen Verfügungen aus dem Nachlass berechtigt, § 2205 BGB.

Hat der Testamentsvollstrecker Verfügungen des Erblassers nicht persönlich auszuführen, kann er die Ausführung von den Erben verlangen, sofern nicht ein anderer Wille des Erblassers anzunehmen ist, § 2208 Abs. 2 BGB.

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