Testamentsvollstreckung

Um sicherzustellen, dass der letzte Willen des Erblassers zur Ausführung gebracht wird, kann eine Testamentsvollstreckung angeordnet werden.

Die Testamentsvollstreckung dient dem Schutz minderjähriger Erben vor sich selbst, der Entlastung der sonstigen Erben sowie der Vermeidung von Erbstreitigkeiten.

Es existieren verschiedene Arten der Testamentsvollstreckung:

  • Die Abwicklungs- und Auseinandersetzungsvollstreckung (§§ 2203, 2204 BGB) ist der Regelfall. Sie dient der direkten Umsetzung der letztwilligen Verfügungen des Erblassers und der Auseinandersetzung des Nachlasses unter den Miterben. Diese Form der Testamentsvollstreckung endet, wenn der Nachlass verteilt ist und die sonstigen Aufgaben des Testamentsvollstreckers erledigt sind.
  • Die Dauertestamentsvollstreckung dient der (über Abwicklung und Auseinandersetzung des Nachlasses hinausgehenden) langfristigen Verwaltung der Erbschaft, § 2209 BGB. Wenn durch den Erblasser nichts abweichendes bestimmt ist, endet die Dauertestamentsvollstreckung 30 Jahre nach Eintritt des Erbfalls, § 2210 BGB.

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