Vorerbe

Der Vorerbe verfügt im Rahmen einer Vor- und Nacherbschaft über den Nachlass. Die Vorerbschaft stellt dabei ein Sondervermögen dar, das vom Eigenvermögen des Vorerben zu trennen ist. Mit Eintritt des Nacherbfalls hat der Vorerbe dem Nacherben den Nachlass herauszugeben. Bis dahin ist das Vermögen ordnungsgemäß zu verwalten, § 2130 BGB.

Es ist dem Vorerben gestattet, über die Nachlassgegenstände zu verfügen, § 2112 BGB. Dies gilt jedoch nur eingeschränkt für Übertragungen oder Belastungen von Immobilien Diese sind nur wirksam, wenn dadurch nicht das Recht des Nacherben vereitelt oder beeinträchtigt wird, § 2113 Abs. 1 BGB. Auch eine Zustimmung des Nacherben macht die Verfügung wirksam.

Unentgeltliche Verfügungen, die der Vorerbe über Erbschaftsgegenstände trifft, sind unwirksam, wenn sie keine Pflicht- oder Anstandsschenkungen darstellen, § 2113 Abs. 2 BGB.

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