Vorweggenommene Erbfolge

Der Begriff der vorweggenommenen Erbfolge bezeichnet eine Vermögensübertragung durch den künftigen Erblasser auf einen oder mehrere künftige Erben. Die Übertragung des Vermögens erfolgt zumeist als Schenkung, § 516 BGB.

Durch die vorweggenommene Erbfolge können die erbschaftssteuerlichen Freibeträge optimal ausgenutzt werden. Diese erneuern sich alle zehn Jahre, sodass eine schrittweise Übertragung des Vermögens zu großen Steuerersparnissen führen kann.

Auch die Erhaltung des Familienvermögens ist häufig Anlass für eine vorweggenommene Erbfolge. So kann durch eine Übertragung des Familienbetriebes zu Lebzeiten des Erblassers dessen Zerschlagung verhindert werden. Darüber hinaus lassen sich durch die vorweggenommene Erbfolge Erbstreitigkeiten vermeiden.

Die vorweggenommene Erbfolge hat zudem oft den Zweck, den Erblasser abzusichern. Im Gegenzug für die Übertragung des Vermögens werden häufig die finanzielle Absicherung des Erblassers und/oder Nutzungsrechte an Immobilien vereinbart.

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